Stadtmeisterschaften 2009
Besser geht es nicht - Stadtmeisterschaften in Bernau bei strahlendem Sonnenschein und Hochspannung bis zum Schluss
Wer bei den Stadtmeisterschaften 2009 nicht dabei war, hat definitiv vieles verpasst: Eine top präparierte Traumpiste in Bernau, den frischen Schnee auf den Bäumen, strahlenden Sonnenschein, fast 100 gut gelaunte Teilnehmer und ein Rennen, das wirklich bis zum letzten Starter spannend war ...
Bei der Abfahrt in Rheinfelden war der Himmel noch bedeckt, in Minseln zeigte das Thermometer bereits 9 Grad (minus!!), aber bei der Fahrt durchs Wiesental sahen wir bereits, dass oben die Sonne auf uns wartet. Als dann noch SWR 3 Grüße an alle Starter sendete (dank Oli und Uwe) war klar: das würde ein toller Tag werden! Spannung war ohnehin angesagt, denn rund zehn Schüler hatten Ambitionen auf den Titel des Stadt-Schülermeisters. Bei den Herren sah es ähnlich aus: Titelverteidiger Robin Merz startete bei den BaWü-Meisterschaften in Menzenschwand, sodass Tim Hirtle oder Sascha Goldmann als Titelaspiranten gehandelt wurden. Aber auch unsere "Herren in den besten Jahren" sind nicht zu unterschätzen. Und auf den Trainern lastet ja ein ganz besonderer Druck: Wer würde es schaffen, schneller als alle Kids seiner Gruppe zu fahren?
Was aber neben den Titelkämpfen das Flair der Stadtmeisterschaften ausmacht, sind die Wettbewerbe zwischen den Teams und den Familien: Würde das "Zimmerei Meier Junior Team" die "Meier-Senioren" schlagen? Sind die "Rasenden Schneeflocken" wirklich schneller als "Cobra 12 - die Pistenpolizei"? Und fahren die schnellen Frauen des "Fast & Furious" Teams heute schnell genug, um die männlichen Kollegen der "Old School" auf die Plätze zu verweisen? Beliebtes Pistenrandgespräch sind natürlich auch die innerfamiliären Frotzeleien und Prognosen, wer wohl in diesem Jahr das Streichresultat bei der Familienwertung beisteuert ... So gab es vor und während der Besichtigung des von Sascha Goldmann ausgesteckten Riesenslaloms eine Menge Gesprächsthemen.
Pünktlich um 11 Uhr zeigte Eickhard Kühl als eleganter Vorläufer, wo es lang geht. Ihm folgten Gudrun Hauck und Jörg Schlobies als erste Läufer, da ja beide während des Rennens im Zielbereich im Einsatz waren. (Um es kurz zu machen: trotz bester Pistenbedingungen hatten beide mit dem Kampf um die vorderen Plätze auch diesmal nichts zu tun.)
Als nächstes gingen die vier Snowboarder des Wettbewerbs auf die Strecke. Hier siegte bei den Damen Sandra Börner mit einer Laufzeit von 40,69 Sekunden vor Carolin Poiger. Bei den Herren lag Tim Hirtle mit der Zeit von 38,80 Sekunden vor Andreas Stahl.
Weiter ging es mit den Jüngsten bei den Alpinen: Marie Wehrle legte mit 43,31 Sek eine flotte Zeit vor und sicherte sich den Pumuckl-Pokal. Ben Laleike siegte bei den Schülern 6 vor Jonas Stusek und dem Allerjüngsten des Wettbewerbs, Jakob Reiche. Deutlich schneller zur Sache ging es bei der Altersklasse 8: Hier siegte Lea Mai in 30,44 Sekunden mit sattem Vorsprung vor Malin Grether und Greta Schweitzer. Ebenso klar behielt Philipp Schlobies mit einer Laufzeit von 33,63 die Oberhand und verwies Dominik Kuti und Paul Reiche auf die Plätze zwei und drei. In der Altersklasse 10 fuhr Laura Schlobies in 30,69 Sekunden auf Platz eins, die Plätze zwei und drei belegten Jana Bacher und Naomi Rühl. Um Haaresbreite ging es bei der Entscheidung der Schüler 10: Torben Grether fuhr auf Platz 1, mit acht Hundertstel Rückstand blieb für Tim Siegmund Platz zwei, Lorenz Camenisch belegte Rang drei. Im "Hot Seat", dem Sessel für den Zeitschnellsten, durfte Torben Grether Platz nehmen, er führte das Teilnehmerfeld mit seiner Zeit von 29,33 an.
Nun gingen die Rennläufer und Rennläuferinnen der Schülerklassen 12 und 14 auf die Strecke – mit klar geäußerten Titelambitionen und viel Adrenalin im Blut: Bei den Schülerinnen Klasse 12 gewann Ticiana Arndt mit der guten Zeit von 28,99 Sekunden klar vor Marie Siegmund und Natalie Carmelini. Sie durfte dennoch nur kurz im "Hot Seat" Platz nehmen, denn schon der zweite Starter in der S12, Luca Mai legte mit 28,25 Sekunden eine neue Bestzeit vor. Den folgenden Alterskollegen gelang es nicht, Lucas Zeit zu schlagen. Erst für den Läufer mit der Startnummer 47, Christoph Hauck, musste er den "Hot Seat" räumen. Christoph belegte mit nur 10 Hundertstel Vorsprung Rang 1 in der S12 vor Luca Mai und Simon Kallee. Bei den Schülerinnen 14 gewann Melanie Zöllner (30,27). Hendrik Arndt gewann die Klasse S 14 männlich mit einer Laufzeit von 30,82 Sekunden vor Tim Patzke und Vincent Schmitt.
Weiter ging die Konkurrenz bei den Damen ab 40: Hier legte Regina Hirtle als erste Starterin der Gruppe mit 30,65 eine Klasse-Zeit vor, die von keiner der nachfolgenden Aktiven unterboten werden konnte. Platz zwei erreichte Christine Mai in der Zeit von 32,44, auf Platz drei fuhr in 33,02 Sekunden Elke Merz. Bei den Damen 21 gewann Pascale Schleusener in 32,07 Sekunden vor Birte Grether und Andrea Wehrle. Nun standen mit fünf Jugendläuferinnen noch einige Aspiranten für den Titel der Stadtmeisterin am Start. Den Anfang machte Sandra Börner, die sehr schnell unterwegs war, jedoch im letzten Streckenabschnitt fast zu Fall kam. Vanessa Fischer fuhr mit 30,09 an die 30 Sekunden-Schwelle heran, die dann von Julia Behlinger mit einer Laufzeit von 29,98 geknackt wurde. Als letzte weibliche Läuferin ging Eva Hauck auf die Strecke, sie verteidigte ihren Titel mit der besten Laufzeit aller Damen, 28,29 Sekunden. Auf den Plätzen 2 und 3 in der Wertung der weiblichen Jugend lagen Julia Behlinger und Vanessa Fischer.
Während der gesamten Damenkonkurrenz saß Christoph Hauck, der mit 28,15 immer noch die Tagesbestzeit hielt, im "Hot Seat". Aber nun stand die spannendste Entscheidung des Tages bevor: Bei den letzten 15 Läufern kam es regelrecht zum Show-down: Neben vier Jugendrennläufern standen alle SKIZUNFT-Trainer noch oben: Mit der Startnummer 102 legte Uwe Behlinger mit 27,75 Sek die erste Laufzeit unter 28 Sekunden vor und nahm Platz im "Hot Seat". Wenig später jedoch setzte sich Peter Hirtle mit 27,41 an die Spitze, doch auch seine Sekunden im "Hot Seat" waren gezählt, denn mit hauchdünnen drei Hundertstel Vorsprung übernahm Sascha Goldmann die Führung. Diese behielt er, bis mit Dominik Fischer der drittletzte Starter ins Ziel kam: er blieb mit 26,86 als erster unter 27 Sekunden. Die zahlreichen Zuschauer hielten förmlich die Luft an: War diese Zeit noch zu toppen? Sie war, das zeigte der nächste Läufer, Tim Hirtle, der rund eine Sekunde weniger benötigte und in 25,88 ins Ziel kam. Als Tim sich schon fast als Tagesschnellster feiern ließ, kam über Funk die Meldung, dass als letzter Rennläufer Robin Merz am Start angekommen war. Er war am Vormittag bei den Landesmeisterschaften in Menzenschwand im ersten Salomdurchgang leider ausgeschieden und hatte sich zunächst zu Fuß mit geschulterten Skiern zur Krunkelbachhütte aufgemacht. Von dort aus war er über ungespurte Hänge zur Piste am Hofeck abgefahren und mit dem Lift ging’s sofort hoch an den Start. Nach dieser anstrengenden Aufwärmübung ging er als Titelverteidiger und allerletzter Läufer ins Rennen: Es gelang ihm, mit der ausgezeichneten Zeit von 26,42 Sekunden in seiner Altersklasse Sascha Goldmann und Martin Meier auf die Plätze zwei und drei zu verdrängen, er konnte jedoch Tim Hirtle den Stadtmeistertitel nicht mehr nehmen. Bei der männlichen Jugend siegte Tim Hirtle vor Dominik Fischer und Michael Börner, bei den Herrn 41 war keiner schneller als Peter Hirtle, auf den Plätzen zwei und drei landeten Uwe Behlinger und Achim Mai.
Weltcup-würdig waren an diesem Traumtag nicht nur der spannende Wettbewerb, das Wetter und die Piste, sondern auch die Leistung der zahlreichen Helfer und die lautstarke Anfeuerung durch das Publikum.
Bei der abendlichen Siegerehrung im Danner herrschte ebenfalls eine tolle Stimmung. Ermöglicht durch die Unterstützung der SKIZUNFT-Sponsoren gab es Pokale und wertvolle Sachpreise für die Sieger und für alle Teilnehmer kleine Startgeschenke.
Neben den Hauptsponsoren der Stadtmeisterschaften - BLUM Sport, Metzgerei & Partyservice Sandel und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden - unterstützten die Firmen Baumgartner Getränkezentrum, Bayer Healthcare, DSM, degussa Bank, energiedienst, Endress & Hauser, Gottsteins Getränkewelt, Hotel & Restaurant Danner, maxx! Grendelmatt Sportcenter, m&r spedag, Sole Uno Wellnesswelt, Sport Luska, Stadiongaststätte Lupo und die Victoria Versicherung die Veranstaltung.
Übersicht der Klassensieger (Laufzeit in Sekunden)
Klasse | männlich | weiblich |
|---|---|---|
Schüler 6 | Ben Laleike (58,13) | Marie Wehrle (43,31) |
Schüler 8 | Philipp Schlobies (33,63) | Lea Mai (30,44) |
Schüler 10 | Torben Grether (29,33) | Laura Schlobies (30,69) |
Schüler 12 | Christoph Hauck (28,15) | Ticiana Arndt (28,99) |
Schüler 14 | Hendrik Arndt (30,82) | Melanie Zöllner (30,27) |
Jugend | Tim Hirtle (25,88) | Eva Hauck (28,29) |
Aktive (21-40J) | Robin Merz (26,42) | Pascale Schleusener (32,07) |
Aktive (ab 41J) | Peter Hirtle (27,41) | Regina Hirtle (30,65) |
Die Champions 2009 im Überblick
Stadt-Schülermeisterin | Ticiana Arndt | (28,99 – elftschnellste Gesamtzeit) |
|---|---|---|
Stadt-Schülermeister | Christoph Hauck | (28,15 – siebtschnellste Gesamtzeit) |
Stadt-Jugendmeisterin | Eva Hauck | (28,29 – neuntbeste Gesamtzeit) |
Stadt-Jugendmeister | Tim Hirtle | (Tagesbestzeit – 25,88) |
Stadt-Snowboardmeisterin | Sandra Börner | |
Stadt-Snowboardmeister | Tim Hirtle | |
Die Wander-Pokale der Stadt Rheinfelden und der Titel Stadtmeister bzw. Stadtmeisterin gehen an die Tagesschnellsten:
Stadtmeisterin 2009 | Eva Hauck |
|---|---|
Stadtmeister 2009 | Tim Hirtle |
Team- und Familienwertung
Die Teamwertung gewann das Team SKIZUNFT mit Tim Hirtle, Peter Hirtle und Eva Hauck in einer Gesamtzeit von 1:21,58 vor dem Team der Zimmerei Meier (1:24,37) und den "Rasenden Schneeflocken", dem schnellsten Kinderteam mit einer Zeit von 1:25,08.
Bei den Familien nicht zu schlagen waren in diesem Jahr die Hirtles, die sich den Familienpokal souverän mit einer Zeit von 1:23,94 sicherten. Auf die Plätze zwei und drei fuhren die Familien Mai (1:28,03) und Hauck (1:29,84).