Tag 1

Blick auf Grönland
Schnee!!
Warten auf den Weiterflug in Vancouver
Canadisches Bier und...

Tag 2

Reiseleitung k.o.
Flughafen Vancouver
Unser Bus zur Lodge
Unsere Lodge in Smithers... schön kitschig gelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meckerkasten

Wenn ihr unser „Tagebuch“ lest, könntet Ihr fast meinen, wir wären im Paradies. Aber, dem ist nicht so. Es gibt durchaus etwas zu meckern:

  • Der Shiraz, den Gudrun und Hansi sich gestern Abend ausgesucht haben, war nicht wirklich toll.
  • Auch Tannenzäpfle suchten einige von uns auf der Getränkekarte vergeblich.
  • Tja, und die Salzbutter zum Frühstück ist auch gewöhnungsbedürftig. Zum Glück gibt's Müsli, Obstsalat, frische Pancakes, Bacon, Breakfast Potatoes, Würtschtel, Bündtner Fleisch und Lachs. Man müsste sonst noch verhungern.
  • Und Gudrun würde sich freuen, wenn eins bis zwei Hunde weniger hier frei herumliefen.

Ihr seht also, es ist ganz schön schwer, hier auszuhalten, so kurz vor Alaska. Trotz dreier Traumtage mit Sonnenschein, ungespurten Hängen, leichten Powder und nur mäßig kalten 10 Grad minus. Denkt an uns, damit wir noch weitere drei Skitage durchhalten !!

Sprüche & Lebensweisheiten

"It is, as it is"

(Für die Nicht-Engländer: "es is wie's is"

"Gravity is your friend"

 

Und dann ein Zitat von unserem Guide Hannes aus Österreich:

"Kanadas Wildnis ohne Spuren ist wie ...

a) so geht's   weiter   für   alle >16 "... Amsterdam ohne H..." 

b) und so für    alle <16 "... Schwarzwald ohne Uhren"

"Was klebt am Schnee wia Honig?" Atomic!

Von Bahnsteig 2 Rheinfelden bis Vancouver

1.1.2010 6.45 Uhr
Stella, Andy, Hansi und Rene warten am Bahnsteig 2 auf Gudrun und Reinhard :) und natürlich auf den Zug nach Basel (der allerdings erst um 7.05 abfährt). 6.50 Uhr: Andy hinterlässt Gudrun eine Nachricht auf dem (natürlich nicht eingeschalteten Handy). 6.55 Uhr: Gudrun und Reinhard kommen am Bahnhof an - natürlich rechtzeitig!! 7.05 Uhr: Der Zug fährt ein und bringt uns und unser ganzes Gepäck nach Basel. 7.21 Uhr: Wir steigen in den fast leeren ICE nach Frankfurt. Zum Glück haben wir Sitzplätze reserviert, sonst wüssten wir bei der großen Auswahl gar nicht, welche der freien Plätze wir besetzen sollen.

In Frankfurt dann mit Sack und Pack zum Check-In, und dann zur Security Check. Andys Hüfte piepst nicht, aber dafür seine neuen Schuhe. Die muss er ausziehen und röntgen lassen. Als alle durchsucht sind, reicht die Zeit noch für einen Verpflegungs-Stop in einem amerikanischen Spezialitätenrestaurant...  und dann endlich wieder sitzen: um 13.30 Uhr beginnen rund 9 Stunden Flug nach Vancouver...

Herrliche Ausblicke aus dem Fenster auf Grönland und Canada, 40 Minuten Kindergeschrei und wie immer viel zu viele Menschen auf zu wenig Raum, aber irgendwann sind wir da. In Vancouver auf der Rolltreppe renkt sich Andy fast den Arm aus, weil eine ältere Dame auf der Rolltreppe auf ihn fällt, zum Glück haben wir medizinisches Fachpersonal dabei.

Wer sagt eigentlich, dass Sicherheitsansagen immer langweilig sein müssen?

Nachdem wir die Coffeebar im Flughafen verlassen haben, gehen wir zu unserem Gate, um ein kleines Flugzeug zu besteigen... Dem Geruch nach zu schließen, schon etwas älter und auch die Heizung funktioniert nicht wirklich. Aber so müde wie wir mittlerweile sind, ist uns das einigermaßen egal.

Statt Stewardess erwartet uns ein grauhaariger gut gelaunter Mittfünziger und als wir alle unsere Plätze gefunden haben, "macht er uns (pflichgemäß) mit den Sicherheitseinrichtungen vertraut". Und auch die Vielflieger unter uns sind ganz Ohr, denn so schwung- und humorvoll haben wir noch nie die Funktion der Sitzgurte, deren Öffnen und Schließen, die Zahl der Notausgänge und die Lichtleisten im Boden erklärt bekommen. Leider hat keiner von uns gefilmt, aber Mr. Bean ist lausig gegen diese Vorstellung.

Das Lachen vergeht uns leider bald, denn wir rollen von der Startbahn wieder zurück zum Flughafen, weil die Maschine ein technisches Problem hat. Alles wieder raus und in den Flughafen und mher als eine Stunde später geht's endlich los in Richtung Smithers mit einer anderen Maschine. Während in Vancouver noch Plustemperaturen herrschten, empfängt uns Smithers (1 Flughafen, 5000 Einwohner) mit 25 Grad minus und Schnee. Urrrrrr, schnell die Mützen aufgesetzt. Unsere Koffer können wir gerade noch vom einzigen Gepäckband in den Bus schleppen und dann bringt uns der Fahrer ordentlich schnell zur Hudson Bay Lodge, wo wir dann gerne ohne Abendessen, dafür hopikaflotti ins Bett gehen.

Die Lodge selber sieht schnuckelig aus und Rene genießt - endlich - die erste Zigarette!! 

Heute dann komfortabel bis 7:30 geschlafen, geduscht und zum leckeren Frühstück geschlendert: Von Pancakes (Stella) über Zoes Frühstück (Scrambled Eggs, Ham, Bacon, Bratkartoffeln und Toast - Andy, Gudrun, Rene) bis zu Mexikanischm Frühstück (Reinhard, Hansi) mundet alles ganz wunderbar. Um 10 Uhr kommt unser Bus wieder, der uns dann zu Bell 2 Lodge bringen wird.  Also jetzt schnell angehängt und los.....

Vier Stunden Busfahrt durch den Schnee

Unser Bus bringt uns, unsere Lunchpakete und rund 100 frische Eier zur Bell 2 Lodge. Unterwegs keine Grizzlys gesichtet nur zwei Elche. In der Lodge dann eine Info zu den nächsten Tagen und dann Skier aussuchen. "Welches Gewicht sollen wir angeben so kurz nach den Feiertagen?" fragen sich Stella und Gudrun... die Männer machen sich da weniger Gedanken.

Dann geht's zu Fuß zu unserer Blockhütte. Sieht gemütlich aus, ist aber, da sie eine Woche nicht belegt war bitterkalt. Der Specksteinofen heizt dafür nun auf Hochtouren.

Endlich auf Skiern

Aber nein, so schnell geht es dann doch nicht. Umgang mit Lawinenpieps, ABS-Rucksack, Schaufel und Sonde stehen zunächst auf dem Programm. Wichtig und deshalb richtig. Anschließend vom Piloten und Guide Verhaltensregeln um und im Heli (die drei schnellsten Arten einen Helikopterr fluguntauglich zu machen). Sei´s drum - auch das bringen wir hinter uns.

Wenige Minuten später besteigen die ersten Rheinfelder das gelbe Fluggerät und hinauf geht es zum ersten "Run". Auf dem Gipfel angelangt, lassen wir den Blick zuerst mal schweifen. Schier unendliche Weite: Gipfel an Gipfel, Berg and Berg manche davon vergletschert.

Fatboys angeschnallt und los gehts. Erstmal etwas vorsichtig: darf ich wirklich soviel Abstand zur Nachbarspur lassen? (du darfst!); kann ich die breiten Bretter wirklich manövrieren (du kannst!); ist der Schnee wirklich Champagner Powder (er ist!!!).

Unten angekommen sind wir alle davon überzeugt, dass der Tag nicht lang genug sein kann, weil anstrengend ist das ja überhaupt nicht. Doch schon holt uns der Heli ab und bringt uns zum nächsten "Run" und der Traum wird wieder wahr.  Außer den weiten Hängen gibt es auch die schönen Waldabfahrten. Hier sind wir mehr gefordert und spüren das auch gelegentlich. Dem Spaß und Genuss setzt das jedoch keine Grenzen. Und wieder kommt der Heli, und wieder und wieder....

Gegen 16 Uhr beschließen wir den Skitag, komischerweise doch mit etwas müden Oberschenkeln und lassen ihn in der Bar Revue passieren. Andy macht das ganz trefflich und erkennt für jeden Verbesserungsmöglichkeiten. Daran werden wir morgen dann mit viel Freude arbeiten.

Doch jetzt geht es erst mal in die Badewanne und dann stürzen wir uns ins Nachtleben. Gruß aus den Skeena Mountains.

Träum ich oder wach ich?!

Schon der Vorabend ließ die Hoffnung keimen. Sternklarer Himmel und -21 Grad auf der Bell 2 Lodge. Wettervorhersage für den nächsten Tag: keine Wolken, leichte Inversionslage und deshalb oben „wärmer“ mit ca. -12 Grad.

Und der Traum wird wahr. Um 9.20 Uhr hebt der Heli ab und bringt uns zum ersten Run, eine Aufwärmrunde mit tollem Blick auf die weite Berglandschaft, Gipfel die von der aufgehenden Sonne in gleißendes Licht getaucht werden. Bis zum Waldrand alles Top. Und dann beginnt für einige der Alptraum (na ja, so schlimm war es dann doch nicht) „Schau auf die Zwischenräume, nicht auf die Bäume“, ruft Guide  Michael, ein echter Altbayer, der vor gut 10 Jahren nach Kanada übergesiedelt ist. Guter Tipp, doch leichter gesagt als getan. Schließlich, mit sichtlichem Kraft- und Nervenverlust sind wir doch am „pick-up“ Platz. Für die nächsten Runs verzichtet Michael ganz bewusst auf Waldstücke und sammelt damit einige Punkte (wir wissen nicht wo er diese einlösen will).

Der Skitag wird wieder von einem Picknick an traumhaften Ort unterbrochen. Mit aufgetankten Akkus geht es in die Nachmittagsrunde. Am meisten Power haben offensichtlich Gudrun und Rene ;-). Jedenfalls können sie bei Waldabfahrten auch noch laut schreien. Manche behaupten, das sei um die Bären zu verjagen, andere behaupten anderes. Sei´s drum, wenn wir uns den idealen Tag hätten träumen dürfen ,wäre er dem tatsächlichem von heute sehr ähnlich.

Jetzt geht es noch schnell in die Jacuzzi zum Beine lockern und wärmen, damit wir für morgen wieder fit sind. Soviel vom Skitag 2 in den Skeena Mountains (BC, Canada).

More of he same – oder doch besser Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge?

Überschriften wecken Erwartungen (was sie ja auch sollen) und legen die Geschichte damit auch ein bisschen fest. Wir versuchen es trotzdem:

Zum More oft he same: Blauer Himmel fluffiger Schnee und unterwegs mit Jeff aus Calgary (Alberta), einem Guide aus Berufung. Er begrüßt uns vor dem ersten Run vor der vollen Bergkulisse mit „Good morning and welcome to my  office“ (Guten Morgen und willkommen in meinem Büro). Und er meint es auch genau so. Mit ihm gehen wir nach einer Aufwärmrunde auf Erkundung. Das heißt wir besuchen Runs die in letzter Zeit nicht befahren wurden und wir haben doppelt Glück. Denn wir sind die Ersten, die Spuren in den Schnee ziehen dürfen und die Verhältnisse sind einfach g..l.

 

Den Skitag beschließen wir etwas früher, denn das Höhenmeterkontingent geht rapide runter und am dritten Tag sind die Beine froh, um eine längere Erholungspause.

Zu Heidi, Heidi…: Jeff hat irgendwie spitz gekriegt, dass eine Teilnehmerin ihre Wurzeln in der Schweiz hat und freut sich nun sehr daran, sie Heidi nennen zu dürfen. Dabei wird das entsprechende Liedgut sowie der Geißen-Peter wiederholt zitiert. Wir alle hoffen, dass wir nach dem Urlaub wieder zu normalem Umgang zurück finden.

Passenderweise gibt es als Nachmittagssnack Raclette Schweizer Art, serviert von einer unbedarften aber ungeheurer lernfähigen Kanadierin. Guten Appetit auch euch aus der Bell 2 Lodge.

Akuna Matata, Black Jack, Big Country, Free Whisky...

.. das sind nur einige Beispiele für die phantasievollen Namen der "Runs", die es hier gibt.

Es ist jeden Tag eine schwere Entscheidung, aber der K2-Run war heute wirklich der schönste. Schaut selbst ->>

 

Oh je, wie sollen wir nur je wieder die schmalen Pisten im Schwarzwald runterkommen???

Snow, sweat and almost tears

Schnee war für Mittwoch, unseren vierten Tag angekündigt. Und was das für den normalen Skifahrer bedeutet, ist mal klar: die Sicht wird schlechter. Das muss nichts Schlechtes sein, weiß doch der Skilehrer dass hier das Bewegungsgefühl besonders intensiv geschult wird. Für den Hubschrauberpiloten bedeutet schlechte Sicht, dass er ungern im hochalpinen sprich baumfreien Gelände landet und das auch besser nicht tun sollte.

Also – ob wir wollen oder nicht- konzentrieren wir uns heute auf die Zwischenräume, und zwar auf die, zwischen den BÄUMEN!! Unglaublich, was sogar ausgebildeten Skilehrern und DSV-TrainerInnen sich hier in den Weg stellt: Stella mal als Christbaumschmuck in den Bäumen oder  gestrandet im dicken Schneehubbel „Ich dachte, da kann ich drüberspringen". Andy mit Notsturz (sicher ist sicher) doch rundherum ein tolles Erlebnis in einer unglaublichen Landschaft. Und ein absolut schweißtreibendes Hobby bei heute nur 6 Grad minus.

Doch sind neben den Skilehrern wie im richtigen Leben auch ambitionierte Laien im Wald unterwegs. Denen merkt man dann nach kurzer Zeit die Anspannung gehörig an. Solange der „Akku auf grün“ ist, sind auch die Nerven und Fat-Boys unter Kontrolle. Wandert der Zeiger ins orange oder gar rot, dann ist es mit der Selbst- und Skibeherrschung nicht mehr weit…und kommt der Heli in Sichtweite, denkt Gudrun erleichtert „geschafft“, die Beine lassen nach und schwupps dem Heli entgegengefallen. Egal, auch wieder drei Höhenmeter gemacht ;-) und man fällt ja ins Weiche.

Unser Mitstreiter Tim aus Dallas, tätig im Restaurantbusiness, war auf jeden Fall total angetan von den German Girls – „pretty tough, ey“. Und Hannes mit  seinem Canadian-Austrian Schmäh ist unseren Damen sowieso total verfallen. Inzwischen, zwei Kaffee, drei Cranberry Juices, zwei Bier und ein paar Snacks später, überwiegt das Positive.

Der heutige Heimflug mit Yves Heli, war dann noch mal etwas ganz Besonderes: wir folgten einfach der Straße, halt in ca. 2 Meter Höhe, denn Räder hat der Hubschrauber ja keine. Zum Glück hat’s ja hier kurz vor Alaska kaum Autoverkehr. Das Ganze kommt einem in etwa vor wie Silverstar oder ein Computerspiel und ist vermutlich auch nicht wirklich erlaubt!!?? Egal – trotzdem oder grad deswegen schön.

Es schneit ein bisschen weiter in der Nacht und wird morgen aber wieder trocken sein. Mal sehen was wir dann unter die Ski nehmen. Grüße aus der Lodge –bin jetzt gleich mal im Whirlpool :)

Tree-skiing and Relaxing

Der Schneefall hält an. Zwar nur auf Sparflamme aber doch so, dass wir wieder in den Wald gehen. Des einen Freud, des anderen Herausforderung (wir erinnern uns: es gibt keine Probleme sondern nur Herausforderungen…).

Unterwegs zeigt uns ein kurzer Stopp an der Schneestation des „Mucho Gusto Runs“ 12 Zentimeter frischen, sehr trockenen und schnellen Schnee. Gesamtschneehöhe ca. 150 cm was im Vergleich zum Vorjahr (450cm) ziemlich mager ist. Würde an sich ja nicht stören wenn, ja wenn da nicht ein Vielfaches an Stauden und Bäumen zu meistern wäre. Wie gesagt: es gibt keine Probleme… Ansonsten reichen 150cm locker zum superweichen Sturz. Dies wurde auch heute wieder mehrfach erprobt.

Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg!

Die intensiven Skitage haben ihre Spuren hinterlassen bzw. an den Kräften gezehrt. Ebenso nähert sich das Höhenmeterguthaben bei den meisten der Nullmarke und unser Ehrgeiz, über diese hinauszuschießen, ist begrenzt. Kurzum beschließen wir um 13Uhr „let´s call it a day“ und kehren in die Lodge zurück. Ein kurzer Snack und ab in die Sauna und dann in die Jacuzzi (hot tub) und dann in die Sauna und in die Jac… Oh - da war doch noch was, der Tagesbericht will auch noch schnell geschrieben sein. Nackte Füße vor den Specksteinofen, warmen PC auf den Bauch und los geht’s. Normalerweise müsstet ihr jetzt oben wieder zu lesen beginnen.

Morgen ist der letzte halbe Skitag. Wir freuen uns auf weitere 15-20cm Neuschnee und unsere letzten Runs vor der Heimreise. Die wird dann sicher nicht sooooo interessant. Anyway, wir werden euch auf dem Laufenden halten. Have a great day!

Steep, Deep, Untracked, Just Flying Down

Hannes Maschinenbauer, Skilehrer und weltbester Guide :)

Das ist O-Ton von Guide Hannes, einem Tiroler, der seit Jahren in der Welt des Heli-Skiings zu Hause ist. Was Hannes damit meint? Die 30 cm Neuschnee der letzten Nacht. Bis über die Oberschenkel geht es nun rein für die letzten zwei Stunden  „tree-skiing“. Das ist wirklich das Zuckerl, „the icing on the cake“, für den nahenden Abschied. Ein Zuckerl, das von uns auch keiner länger als diesen halben Tag aushalten könnte.

Der Van bringt uns vom Landeplatz im Revier zur Lodge, denn heute darf das zweite Team mit dem Heli zur zurück. Ives, der Pilot mit Camouflage-Jacke braucht keine Spikes für sein Fluggerät, er  überholt unseren Kleinbus  einfach in 5 Meter Höhe. Ein unwirkliches Gefühl.

Von Smithers werden wir dann weiternach Vancouver fliegen. Erst am nächsten Tag geht es dann mit dem großen Vogel nach Frankfurt. Inzwischen sollte der Blackberry schon wieder funktionieren und wir nähern uns Schritt für Schritt der Realität und dem was man Alltag nennt.  Und auch auf den freuen wir uns. Kinder, Freunde, gewohntes Fernsehprogramm, endlich wieder guten Wein und die Kollegen im Büro oder Betrieb: Wir kommen!!

Die o.g. Zeilen schrieb Reinhard im Bus nach Smithers – doch nun sind wir in Terrace gelandet, nach fast 9 Stunden Busfahrt. Warum? Weil in Smithers die Enteisungmaschine ausgefallen ist, wir aber morgen ja unbedingt nach Vancouver fliegen müssen (da sollten wir ja heute schon im schönen Waterfront Hotel übernachten) um den Weiterflug nach FRA zu bekommen. Tja und statt im Waterfront aus dem 21. Stockwerk auf die Stadt zu blicken, sitzen wir nun in Motel "Sandman"… bzw. auf einen Schlummertunk in Wendys. Drückt uns die Daumen, dass wir morgen hier wegkommen. We keep you posted!!

Hang out in the lobby...

Eine Nacht, drei Pancakes und einen Kaffee später sitzen wir in der Lobby zwischen unserem Gepäck, warten auf das Taxi und schauen ein wenig skeptisch nach draußen ... es schneit: Was normalerweise unser Herz erfreut wünschen wir uns heut' zwar für den Schwarzwald aber nicht für hier. Wir hoffen, wir kommen trotzdem raus aus Terrace - Schnee ist nicht das größte Problem aber der Nebel.  Cross your fingers, guys!

Don't worry be happy...

Endlich hat es zu Schneien aufgehört und Juchuuu!! unser Abflug von Vancouver verzögert sich um satte zwei Stunden!! Jetzt meint ihr sicher, wir seien crazy. Aber dem ist nicht so: Die Startbahn ist hier völlig zugeschneit und wir kommen nur mit drei Stunden Verspätung hier raus, wenn, ja wenn es weiterhin nicht mehr schneit. Würde unser Flieger ab Vancouver pünktlich sein, hätten wir keine Chance, den Rückflug zu erreichen. So haben wir wenigstens die Hoffnung, dass alles klappt.

Don't worry be happy!

Wenn einer eine Reise macht...

... dann kann er was erzählen: von kaputten Enteisungsmaschinen, Versuchen, händisch zu enteisen, geschlossenen Flughafenkiosken, Sandmans Motels, Dennys Restaurants usw.

Ihr habt es schon gemerkt: der Abschluss unserer Reise läuft ein wenig unrund. Die gestrige Nacht haben wir nicht im LH Flieger in Richtung Frankfurt verbracht sondern im Hotel in Vancouver. Wenistens diesen Flug haben wir gestern noch geschafft nach zwei Einstiegsversuchen. Als wir dann in Vancouver ankamen, war die LH Maschine weg, owohl diese auch schon 2 Std Verspätung hatte.

Na wenigstens war Moxies Grill gestern Abend deutlich besser als Dennys Restaurant in Terrace wo wir vorgestern gestrandet sind... Nun warten wir hier aufs Frühstück und haben dann noch einen halben Tag in Vancouver bevor wir hoffentlich nach Frankfurt starten. See you !!

Nun wird unser Heimflug gerade aufgerufen - hier ist es nun 16:20... sodass wir mit ein wenig Verspätung losfliegen ... und hoffentlich am Montag auch ankommen!! Bis dann....

 

Achtung, der Heli fährt ein!!!

am Ende wurde alles gut: zwar 25 Stunden später als geplant, müde, aber glücklich kommen wir in Basel an. Koffer raus aus dem Zug und rüber zum Bahnsteig, wo der Zug nach Rheinfelden in Kürze abfährt.

Schnell muss es gehen, aber das kennen wir ja vom Heli beladen und besteigen. Jeder Handgriff sitzt. Koffer und Rucksäcke dicht zusammenstellen, dann drüberbeugen, damit der Heli nichts wegwirbelt, jetzt noch schnell Arm vor den Mund als Schutz vor dem Schneeaufwirbeln. Ach ja, es kam ja diesmal nur der Regionalzug nach Waldshut - aber egal: einmal Heli-Ist, immer Heli-Ist :)

Zugegeben, der Heimweg war eine echte Strapaze. Aber die Skitage in den Skeena Mountains waren es absolut wert. Weiteres mündlich.

Gruss aus Rheinfelden