Im Rückspiegel

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Bilder Familie Camenisch

DANKE an die Familien Camenisch und Schweitzer für die tolle Organisation und die wunderbaren Überraschungen!!!

Und so war es beim Wanderweekend  2009>

Bilder vom Wochenende


Unglaubliches beim Wanderwochenende erlebt!

+++ SBB veranlasst Extra-Halt für Skizünftler +++  Älpler-Jacuzzi unter Sternenhimmel +++ Rückweg erfordert außergewöhnliche Motivation +++  

Am Samstagmorgen trafen sich sechs erwartungsvolle Skizunftfamilien am Bahnhof Meiringen, der gerade umgebaut wurde und deshalb weder über ein WC noch über Anzeigetafeln oder Sitzbänke verfügte. Zügig bestiegen die Skizünftler den Zug und ließen sich auch von der Durchsage (Interregio nach Luzern... ) nicht beeindrucken. Im Gegenteil, wir witzelten noch: „ Hauptsache, wir fahren nicht nach Wladiwostok.“ Dann betrat der Kondukteur das Abteil. Er hörte sich geduldig Erichs Schilderung des Billetkaufs an, bevor er uns verriet, dass wir im falschen Zug sitzen. Was sollten wir nun tun? Wir nahmen es lustig, der Kondukteur blieb gelassen.  

SBB Exklusiv Halt für die SKIZUNFT
Am Brünigpass veranlasste er einen außerplanmäßigen Halt des Zuges und sorgte dafür, dass wir in das richtige Postauto stiegen, welches uns nach Brienz brachte. Nach einer Kaffeerast fuhren wir mit dem Schiff über den Brienzer See nach Giessbach, genossen Sonne und Panorama. Am anderen Ufer begann der steile Aufstieg zur Axalp. Der Weg führte uns auf abwechslungsreichen Pfaden entlang des Giessbachs. Von vielen Brücken und Stegen aus konnten wir die Schönheit der zahlreichen Wasserfälle bewundern. Einmal gelangten wir sogar hinter einen Wasserfall!  

Am Nachmittag erreichten wir das Bärghaus Axalp. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns im kleinen Lädeli, berieten über die Zutaten zum Abendessen (Spaghetti Bolognese), kauften Leckeres fürs Frühstück und Proviant für den nächsten Tag. Dann hieß es ausruhen auf der Sonnenterrasse vor dem Haus. Die Kinder hatten schon einen Spielplatz gefunden und tobten bis zum Abendessen. Offensichtlich war die Wanderung nicht ausreichend kräftezehrend gewesen – trotz des Höhen­unterschiedes von1.000 Metern.  

Was isch da los?
Während wir kochten, bemerkten wir, dass Herr Rubi, der Betreiber des Bärghauses und des Lädelis, mit riesigen Holzscheiten auf die Wiese trat. Er feuerte einen runden, mit einer Holzplatte bedeckten Zuber an – was war los? Des Rätsels Lösung hieß Jacuzzi – und so genossen erst die Kinder und später die Erwachsenen in der sternenklaren Nacht den Blick auf die Brienzer-Rothorn-Kette. Unglaublich!!!  

Am nächsten Morgen freuten wir uns auf den langen, laut Wanderprogramm aber leicht abfallenden Weg nach Meiringen. Doch was war das? Es ging bergauf - rund 200 Höhenmeter, dann entlang dem Holzskulpturenweg bergab zum idyllischen Hinterburgsee. ( Das Echo war umwerfend... ) Nun wieder bergauf, ganz schmal zwischen den Bäumen hindurch. Anstrengung pur, die Sonne schien - und wir hatten nicht das Gefühl, dem Haslital näher zu kommen. Die Kinder suchten nach einer Grillstelle, aber die Erwachsenen hatten die Uhr im Blick und wollten keine Zeit verschwenden. Zumal die wenigen Wanderzeichen sich mit Angabe der noch vor uns liegenden Wanderzeit widersprachen. Aber dann: auf einer herrlichen Alm eine Feuerstelle, eher eine Feuergrube. Hier mussten wir einfach rasten, sammelten Holz. Die Kinder hatten kleine Meinungsverschiedenheiten, wie man am besten ein langlebiges Feuer entzündet. Doch dann schafften sie es, den Erwachsenen Würstchen zu grillen. Lecker!  

Mit Schoggi-Kraft dem Föhn die Stirn geboten
Obwohl die Rucksäcke nun deutlich leichter wurden, waren die Kinder müde. Es ging über Stock und Stein und sumpfiges Terrain. Endlich wieder unterhalb der Baumgrenze angelangt gab es den letzten (lang im Rucksack gehüteten) Motivationsschub: Schokolade!  Jetzt liefen wir steil bergab durch den Wald und gelangten ins Tal. Doch an ein Aufatmen war nicht zu denken, denn es kam ein Föhnsturm auf, der uns fast umwehte. Aber es machte Spaß, sich gegen den Wind zu lehnen und bald erreichten wir Meiringen. Mit einem kleinen Einkehrschwung verabschiedeten wir uns voneinander.  

Wir im Alter von neun bis 75 Jahren können auf ein sonniges Wochenende auf abwechslungsreichen Wegen mit fantastischen Ausblicken und vielen Überraschungen zurückschauen. Für das nächste Familienwanderwochenende gibt es schon einige interessante Vorschläge. Vielleicht seid Ihr auch dabei?