Touren 2011
4 Tage Steinach am Brenner in Tirol
Sollen wir wirklich dahinfahren?
Die Wettervorhersage für unseren Bikeurlaub im Wipptal war katastrophal.....alle 4 Tage war Regen angesagt.
Sollen wir wirklich dahinfahren wurde ich gefragt. Aber das Hotel war gebucht und für ein "Zurück" war es nun zu spät und Franz, der Betreiber vom Hotel Rose in Steinach zudem optimistisch: "basst scho" sein Kommentar.
Also das Beste hoffen, Wanderschuhe und viele Bücher einpacken und zur Not gibt´s ja noch die Wellnessoase im Hotel.....Aber genau diese haben wir nie zu Gesicht bekommen. Es kam alles ganz anders als gedacht:
1 Tag. Einrollen
Hier die Eindrücke vom ersten Tag, beschrieben von Mara:
Um ca. 10.45 Uhr kamen wir in Steinach (1046m) an und bezogen unsere Zimmer. Es regnete leicht. Nach einem kurzen Mittagssnack trafen wir uns um 14.00 Uhr zu einer leichten EINROLLFAHRT.
Immerhin hatte es aufgehört zu regnen. Die Tour sollte uns ins Navistal führen. Anfangs befuhren wir eine asphaltierte Straße, welche dann in einen Forstweg überging. Die leichte Steigung war angenehm zu fahren, so dass man das Tal und die Landschaft genießen konnte. Zwischendurch blinzelte auch schon mal die Sonne raus. So radelten wir bis Navis.
Nun folgte eine kurze aber heftige Steigung. Gemütlich ging es dann am Hang entlang weiter nach Oberweg, unserem höchsten Punkt mit 1460m.
Mittlerweile setzte sich die Sonne immer mehr durch. Es wurde angenehm warm.
Dann ging es bergab Richtung Unterweg (1220m).
Aber wie es so ist, bei einer leichten Einrollrunde – es ging wieder bergauf. Erst sanft, dann über rund 200m mit einer heftigen Steigung bis ca. 20%.
Stella fuhr nach der Steigung direkt durch bis zur nächsten Defibrillator – Station. (Sie kam rechtzeitig an)
Jetzt ging es – von kurzen Anstiegen unterbrochen – relativ easy einen breiten Weg durch den Wald. Es folgte ein kurzer Trail nach oben. Zügig fahren war angesagt, sonst wurde man, wie Ursel, von "Killerbienen" gestochen.
Was hoch führt, führt auch wieder runter – also einen kurzen Trail bergab.
Wir alle waren der Meinung, nach dieser leichten Einrollrunde haben wir uns einen Kaffee mit Kuchen verdient. In Steinach haben wir uns im Tennis Café auf die Sonnenterasse gesetzt und bei strahlendem Sonnenschein den Kaffee und Kuchen, Holundersekt oder auch das Bier genossen.
Eine traumhaftschöne Einrollrunde mit 26,6 km und 669 hm.
Herzlichen Dank an die Organisatoren.
2. Tag. Geführte Tour mit Ernst
Bei Ernst, unserm Bikeguide, ist immer mehr drin als versprochen....
Zu meiner Bitte eine Tour so um die 1000 - 1200hm auszusuchen, wurden letztendlich wieder gleich 1500hm....."basst scho" sein Kommentar.
Ist wohl so eine allumfassende Tiroler Beruhigungsformel......
Gleich zu Anfang hat er uns 500 steile Höhenmeter am Stück zur Berger Alm hochgequält. Dann leicht "kupiert" bis zur Nösslacher Hütte, runter nach Vianders und wieder hoch zur Sattelberg-Alm, wo wir unsere geschundenen Knochen in der Sonne! ausstrecken konnten und uns auch energietechnisch wieder auf Vordermann bringen konnten.
Hier lockten allerlei Leckereien, wie Käseknödelsuppe, Apfelstrudel, Topfenstrudel usw. Wir mussten uns zurückhalten um nicht anschließend das set up unserer Bikes zu überfordern.
Nach einer ausgiebigen Pause hat uns Traudel wieder auf die Bikes gehetzt und allen gezeigt wie man eine Rampe bezwingt. Werner hätt´s auch geschafft wenn sein Gaul nicht gebockt hätte......Ein paar von uns haben auf dem direkten Falllinien - Trail die Scheiben zum Glühen gebracht. -basst scho-
Über Vianders, der Kirche von St. Jakob ging´s dann wieder nach Nösslach zu einem flowigen Trail, der uns in Stafflach in die Zivilisation ausgespuckt hat.
Von dort kämpften wir uns über einen sinusförmigen Radweg zurück nach Steinach, wo wir den Nachmittag auf der Hotelterasse gemütlich ausklingen ließen.
Ach ja, das Wetter.....-basst scho-.
3. Tag. Brenner Grenzkamm
Seit Jahren schon ganz oben auf meiner Wunschliste
Bei unserem letzten Besuch in Steinach hat uns ein plötzlicher Kälteeinbruch mit Scheefall ein Strich durch die Rechnung gemacht. Aber dieses Mal begrüßt uns schon morgens die Sonne und Schnee gibt´s auch keinen.
Um 9°° Uhr starten wir gemeinsam und fahren wieder über Nösslach nach Vianders. Diesmal aber den oberen Weg.
In Vianders trennen sich unsere Wege. Stella, Andi, Gerd, Klaus und ich machen uns auf in Richtung Obernberg.
Der Rest fährt mit Ernst, der wieder aus versprochenen 800 - 1000hm knapp 1300 macht. -basst scho-
Bis nach Obernberg geht´s ganz entspannt vorwärts, was sich dann aber am Obernberger See schlagartig ändert. Recht steil und teilweise kupiert kurbeln wir an der Steiner-Alm vorbei in Richtung Portjoch.
An einer nicht unbedingt einladenden Kuhwiese zeigt der Trail auf dem Navi nach rechts. Jetzt ist schluss mit Lustig....Klaus hoppelt über die Graskuppen, Andi versinkt im Morast. Der Rest profitiert von deren Erfahrungen und sucht sich einen einigermaßen fahr- oder schiebbaren Weg. Die Kühe grinsen sich einen.
Nahezu senkrecht geht der Weg hoch zum Portjoch....auf dem Navi wohlgemerkt, denn sehen tut man nur einen steilen, von den Kühen zertrampelten Hang.
Aber alles Kartendrehen und Naviquälen hilt nichts, wir müssen da hoch.....
Also Bikes auf den Rücken und eine halbe Stunde hochkämpfen ist angesagt, ein wahre Plackerei.
Aber wie so oft im Leben, wenn man sich mal durchbeißt kommt anschließend die Belohnung.....wir sind am Brenner Grenzkamm!
Endlos und flowig führt er über Trails und Wirtschaftswege mit genialen Aussichten am Kamm entlang bis zum Sattelberg.
So langsam knurrt mir der Magen. Wenn ich nicht bald was zu essen bekomme, packe ich mein Bike-Tool aus und schlachte ne Kuh. Ernst meinte wir seien kurz nach 13 Uhr auf der Alm aber jetzt ist´s 15 Uhr und wir sind immer noch nicht da -basst überhauptsnit-
Aber anstatt ne Kuh zu schlachten, gönnen wir uns doch lieber einen anderen Spaß:
Den direkten Trail vom Sattelberg zur Sattelberger Alm. Die armen Bremsscheiben......
Nach der verdienten und ausgiebigen Pause an der Kohlehydrat - Ladestation auf der Alm, geht´s wieder downhill und über den gleichen Weg wie am Vortag zurück nach Steinach wo wir die anderen der Gruppe wieder treffen.
Was für ein geiler Tag!
Tagesbilanz: 55km, 1900hm, schönes Wetter und geile Trails. -basst scho-
Jürgen
Sulzkopf, Dornach, Grellingen, Seewen, Liestal.
Powerduschen inclusive.
Wieso ist mein Rucksack so vollgepackt und wozu ist das Seil ??????
Langsam dämmert es mir…. In der neuesten Mountainbike Zeitschrift ist ein Artikel über Paarbeziehungen beim Biken und der Motivation des weiblichen Parts.
„Mann soll Frau möglichst viel Gepäck abnehmen und nötigenfalls in Transalpchallenge – Manier die Berge hochschleppen……. Soweit kommt´s noch…. Bin doch nicht auf der Balz!
Ganz so schlimm war´s dann doch nicht. Der Rucksack war nur so voll weil diesmal Selbstverpflegung für unterwegs angesagt war und das umfangreiche Erste Hilfe Set, Werkzeug und Regenbekleidung (Gott sei Dank) viel Platz wegnahmen.
09:30 gings dann los. Geniales Wetter. Über Frenkendorf in Richtung Schauenburg kurbelten 10 Biker und Bikerinnen zur ersten Aussichtsrast auf dem Sulzkopf. Dann weiter hinauf, am Gempen und Schlosshof vorbei nach Dornach. In Dornach ging´s dann entspannt an der Birs entlang bis nach Grellingen. An einem netten und schattigen Rastplatz wurden dann die Energiespeicher wieder ausgiebig aufgefüllt. Die Rucksäcke nahmen wieder deutlich an Volumen ab.
In Grellingen ging´s dann wieder lang und deutlich aufwärts. Erst gemächlich, dann über einen anspruchsvollen Trail bis zur Seetalhöhe. Das Wetter war immer noch gut.
Von der Seetalhöhe über einen kleinen, nicht ganz einfachen Downhill bergab, waren wir auch schon bald in Seewen um dort die Wasservorräte nochmals aufzufüllen.
Wieder zeigte das Streckenprofil nach oben, bis zur Bürenfluh. Dort führt ein langer, schöner und nicht allzu schwieriger Trail durch den Wald an der Abbruchkante entlang, mit genialen Aussichten, bis fast nach Gempen. Ein Genuss, wenn da nicht das Geräusch über den Bäumen wäre…es fängt an zu donnern.
Als wir kurz vor Gempen aus dem Wald kamen, sahen wir dann das Unheil auf uns zukommen bzw. über uns zusammenbrauen……
Kurzes Beratschlagen, was tun wir? Auf Verdacht unterstellen und abwarten oder weiterfahren und hoffen, dass das Gewitter vorbeizieht?
Wir entschließen uns für Letzteres. Die Cracks fuhren die Trails hinunter ins Oristal, ich führte den Rest den Chicken Way, die Straße hinunter. Zum Glück, denn kaum wieder auf dem Bike ging ein Gewitter und Wolkenbruch nieder, der´s in sich hatte.
Wir schafftens grad noch in Nuglar unter ein Dach und konnten Wolkenbruch und Hagel relaxed aussitzen. Die anderen mussten im Wald ausharren und kamen am vereinbarten Treffpunkt, im Gegensatz zu uns, ziemlich eingesaut an.
Genau so schnell wie das Gewitter kam, war´s auch wieder weg.
Die restliche Heimfahrt war dann wieder sonnig uns schön.
Jürgen
Touren 2010
Schweizer Blauentour
Wenn I des gwüsst hät, wär I nid mitko....aber jetzt fahr I Züg, des wär I geschtern no nid gfahre....aber schön wars trotzdem.
So der Kommentar eines Teilnehmers. Zugegebenermaßen war die Tour nicht einfach. Aber es war alles dabei was Mountainbiken ausmacht. Wenige Forstwege, viele Trails, Wurzeln und rutschige Steine ohne Ende, Treppen, verblockte Wege, Stufen, Abhänge, Matsch, Lehm, Bäche, Spitzkehren. Kurzum, das ganze Repertoire. Es war immer volle Konzentration gefragt.
Bis auf ein paar Kratzer und Brennnesselspuren kamen alle heil nach Hause. Den Bikes ging´s allerdings nicht so gut: 3 Platten, ein aufgeschlitzter Reifen und eine verbogene Felge waren der Tribut an die Strecke. Der Schweizer Blauen hat´s wirklich in sich.
Die 95km und 1800hm haben dann auch alle mehr oder weniger gefordert.
Aber zur Auflockerung gab´s ja zwischendurch ein Scotland-Yard Spiel. Gell Andi und Sylvie ;-)
Jürgen
Grischatrail 2010
Am 2. Juli morgens um 6 Uhr ging´s los. 12 Biker bzw. Bikerinnen mit 10 Bikes und einen Tandem und Irmgard, die den Gepäcktransport und notwendige Organisationsaufgaben unterwegs bewältigt hat, mit 5 Autos in Richtung Parpan auf der Lenzerheide.
Von Parpan führte die Tour sofort bergauf zum Churer Joch auf 2020m und dann über Trails und Forstwege wieder ins Tal nach Tschiertschen (1516m). Der zweite Anstieg an diesem Tag brachte uns über einen steilen, teilweise verblockten und geschotterten Weg auf die Ochsenalp auf 1933m. Hier war hoher Puls und tiefe Geschwindigkeit angesagt. Am großen Bikeparkplatz an der Alm sah man, wer mittlerweile die Umsätze auf den Almen bringt. Die nachfolgende Abfahrt führte uns dann in ein nettes Hotel in Arosa. Zur Entspannung sind einige mit der Gondel noch mal in die Höhe um dann bergab die Bremsscheiben glühen zu lassen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging´s am nächsten Tag zunächst in Richtung Langwies relaxed bergab um dann 900hm am Stück auf den Duranna-Pass (2117m) zu kurbeln. Weiter führte uns die Tour dann mit einigen Hoch und Runter nach Davos auf 1552m in´s nächste Hotel.
Nachdem wir am folgenden Morgen mit dem Bikewerkzeug 2 von den 4 Sternen am Hotel abmontiert hatten, war gleich wieder erhöhter Puls angesagt. Mit viel Auf und Ab führte uns Sibylle über die Zügenschlucht, das Landwasserviadukt und sonstige abenteuerliche Wege hinab nach Tiefenkastel. Den letzten Schlussanstieg quälten wir uns über Alvaschein und Lenzerheide zurück nach Parpan.
Neben super Wetter und grandiosem Panorama haben wir auch das freundliche Miteinander zwischen Wanderern und Bikern genossen. Im Gegensatz zum Schwarzwald hat es Graubünden geschafft, hier Akzeptanz und eine umfangreiche Infrastruktur zu schaffen. Oft haben wir mit den Wanderern geplauscht, nie gab es ein böses Wort.
Jürgen
Herrischrieder Mountainbike - Tag am 27.06.2010
Organisiert vom Ski - Club Hotzenwald e.V.
9 Biker und Bikerinnen der Skizunft haben teilgenommen, und obwohl die Gruppe aus verschiedenen Fitnessstufen zusammengesetzt war, haben alle die große Rundstrecke von 60km und 1295hm bewältigt.
Die Runde führte über Großherrischwand, Schwarze Säge, Vorderibach, Wolpadingen, Görwihl und Hogschür wieder zurück nach Herrischried. Das Wetter war super, und trotz der Hitze war es immer angenehm, da die Tour meist durch Wald führte.
An 3 Kontrollpunkten waren Verpflegungsstationen eingerichtet, wo man den Accu wieder mit Getränken, Bananen und Riegel regenerieren konnte.
Schön war, dass die Veranstaltung nicht als Rennen sondern ohne Zeitmessung und damit ohne Zeitdruck als Rundfahrt über eine wunderschöne, technisch anspruchslose Strecke genossen werden konnte.
Alles in allem eine super organisierte Veranstaltung.
Jürgen
Touren in 2009
Abschlusstour zum Jägerstüble,
das Warten hat sich gelohnt.
Nachdem der erste geplante Termin Kälte, Regen und Schnee zum Opfer gefallen ist, trafen sich am 31.09. um 9:00 Uhr 15 Biker und Bikerinnen bei bestem Wetter zur formellen Abschlusstour der Bikesaison 2009.
Natürlich machen wir auch im Winter unsere Touren am Mittwoch und Samstag wenn es das Wetter zulässt.
Zunächst ging es über die Hügel von Karsau und Nordschwabenüber nach Wehr.
Am Wehrastaubecken sind wir dann auf den Ehwaldweg abgebogen um einige Höhenmeter unter den Stollen zu neutralisieren.
Durch den herbstlichen Wald und zwei Felsentunnel ging´s an der Felsen- und Ehwaldhütte vorbei, stetig hoch bis zum Hornbergbecken. Obwohl das Wetter schön war, ließ die Aussicht zu wünschen übrig. Es war doch etwas dunstig in der Ferne.
Dann waren wir auch schon am Jägerstüble zur Einkehr. Glücklicherweise haben wir reserviert, das Lokal war an diesem schönen Tag ziemlich voll.
Nach einem guten Essen und der obligatorischen Schwarzwälder Kirschtorte zum Nachtisch war die Energiebilanz wieder ausgeglichen.
Bald war dann Eile zum Aufbruch angesagt. Die Tage sind doch schon wieder recht kurz.
Nachdem alle ihre Bikes gesattelt hatten, ging´s über Atdorf und Rüttehof über anspruchsvolle Wege, die sogar unseren alten Füchsen unbekannt waren, zum Pirschweg.
Da alle unbedingt diesen Weg fahren wollten und keiner den Cicken Way, konnten wir zusammen bleiben und gemeinsam den Trail bis nach Wehr genießen.
Bis auf eine durch physikalische Probleme zerbröselte Brille, gab´s fast keine Verluste.
In Wehr folgten wir einen idyllischen Weg der Wehra entlang bis nach Brennet, um von dort unspektakulär, gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit
nach Hause zu kommen.
Jürgen
Spaß im Bikepark Lac Blanc
Mein Herz rast und mein eigener Angstschweiß brennt in den Augen. Verdammt, ich stehe vor meinem ersten "Drop" und vor mir, da unten sehe ich die "Landezone" mit der gleich darauf folgenden Kurve. Kein Ausweg in Sicht. Hinter mir wartet eine Horde Blut lechzender Youngsters, die nicht mal halb so alt sind wie ich und die junge Engländerin aus meiner Gruppe ist schließlich auch gesprungen.
Ok, umgekehrt, Anlauf genommen und auf den Northshore Drop zu. Er kommt immer näher, vielleicht doch bremsen und über den Chicken Way ausweichen.......nichts da, Annette vom Follow me steht schließlich mit der Kamera bereit. Also laufen lassen, rauf auf den North Shore und ja den richtigen Zeitpunkt für den Absprung schaffen und hopp....wow, hat funktioniert....ich lebe noch.
Aber jetzt von Anfang an...
Plauschhalber wollte ich mal bei einem Downhillkurs mitmachen. Gesagt getan, und bei Follow me angemeldet. Kaum auf "senden" geklickt kamen schon die ersten Zeifel: Ist das wirklich was für dich? Sind da nicht nur Youngsters dabei? usw. Am 17. Mai war´s dann soweit. 8 Uhr Treffpunkt beim Follow me in Lörrach. Ich bin erst mal erleichtert, der eine oder andere Oldie ist auch dabei. Aber gleichzeitig kommen neue Zweifel beim Blick auf deren Bikes. Bin ich mit meinem All-Mountain unter den Downhillmaschinen richtig? Axel beruhigt mich oder versucht´s zumindest.
In Lac Blanc werden wir erst mal gepanzert. Knie-, Schienbein-, Schulter-, Ellbogen/Unterarm-, Brust- und Rückenpanzer und als Krönung einen Vollvisierhelm. Nach der Einteilung der beiden Gruppen geht´s dann erst mal bequem mit der Gondel hoch. Oben nimmt uns Boris unter die Fittiche. Nach einigen Dehnübungen lotst er uns zur Eingewöhnung erst mal über die "La Easy". Die nächsten Abfahrten gehen dann über die "La Flow" und die "La Roots". Besonders die "La Roots" hat´s in sich, grenzwertig für mein All-Mountain. Anlieger, Dops in allen Größen, Sprünge, North-Shore Strecken, Step-ups, 4-Cross und sonstige Gemeinheiten sind geboten. Gut, dass es meist noch den Chicken-way gibt.
Obwohl es "nur bergab" geht und mit der Gondel wieder hoch, lässt nach einigen Abfahrten merklich die Konzentration nach und die Arme und Oberschenkel spürt man immer mehr. Hab gar nicht gewusst, dass Bergabfahren so anstrengend sein kann. Wenn man nur auf den Sattel sitzen könnte......
Später testen wir noch die "Fa Fat"...... 20 Jahre jünger möchte ich sein und zum Glück weiß mein Chef nicht, was ich da tue. Die "La Nuts", die absolut schwarze Abfahrt sparen wir uns. Statt dessen toben sich noch einige von uns auf der "La Easy und "La Flow" aus, bis dann die junge Engländerin mit ihrem Wunsch nach einem Sprung über einen "Northshore Drop" kommt.............
Es war ein super Tag bei bestem Wetter, netten Leuten und einigen neuen (Grenz)-Erfahrungen. Der Bike Park ist einfach genial. Das nächste Mal werde ich mir eine Downhillmaschine mieten.
Petra war übrigens auch dabei. Sie wollte abseits der Strecke eine Tour fahren aber wegen zuviel Wanderbetrieb hat sie sich dann mit viel Spaß auf die "La Easy" zurückgezogen.
Jürgen
Juni 2009
Tagestour, Seewen - Passwang
Samstag Morgen 9:30 Uhr. 13 Biker treffen sich bei bestem Wetter bei der Goetheschule zur Junitour. Damit alle mitfahren können, zuerst mit den Autos nach Seewen, dann mit den Bikes auf den Passwang. Wohl nur eine kleine Runde, aber auf Grund des Streckenprofils teilweise ganz schön happig.
In Seewen geht´s zuerst gemütlich durchs Dorf und am Basler Weiher vorbei. Dann ist aber gleich Schluss mit Lustig. Über einen steilen Weg und Wiesentrail geht´s auf den Linkenberg. Oben große Verwirrung. Alle Mädels und Andi lassen ihr Bike fallen und rennen in den Wald. Greifen die Schweizer an? Aber Entwarnung, kurz darauf kommen alle wieder sichtlich erleichtert aus dem Wald zurück. Kein Bombenangriff......der Frühstückskaffee musste nur entsorgt werden.
Also weiter gehts, relativ moderat über Schweini und Lucheren auf den Bärsberg. Hier kann man schon die Alpensicht genießen.
Die folgende Abfahrt ist nur kurz und gleich darauf ist auch schon wieder Bergauf angesagt. Extrem steil mit Treppenstufen, rutschigen Steinen und Wurzeln. Ja nicht auf den Pulsmesser schauen.
Bei Eich überqueren wir die Straße Bretzwi/Reigoldswil und ab jetzt geht`s wirklich nur noch aufwärts. An der Ruine Ramstein vorbei kurbeln wir hoch auf die Ulmethöchi und weiter auf den Grauboden. Dort biegen wir rechts ab, einen Trail über eine steile Wiese hoch und dann geht´s ans Schieben und Tragen. Die Jägerlücke muss überquert werden, eine spektakuläre Felsbarriere.
Über eine kettengesicherte Felslücke gelangt man rüber zum Vogelberg.
Hier kehren wir dann auch im gleichnamigen Restaurant ein.
Nach einer ausgiebigen Pause mit einem schon fast kitschigen Panorama rollen wir weiter auf den Passwanggipfel. Die Aussicht ist grandios. Alpen, Vogesen und Schwarzwald, alles zum greifen nah. Ein super Panorama.
Der weitere Weg führt uns nun nicht über den Passwanggrat, sondern über den Trail südlich etwas unterhalb. Am Anfang noch schön flowig bis zum Naturfreundehaus unterhalb vom Passwang, anschließend wird`s dann alpin. Ein halsbrecherischer Trail in der senkrechten Felswand. Schieben ist angesagt, hier macht man Fehler nur einmal.
Bald kommen wir wieder in bekanntes Terrain, wir stehen plötzlich vor der hinteren Wasserfallen. Jetzt kann man sich beim Downhill nach Reigoldswil erholen. Aufpassen muss man trotzdem. Der Weg ist zwar breit aber es wimmelt nur so von Wanderern und Trottinetfahrern.
Bald sind wir auch schon unten in Reigoldswil. Wie geht´s jetzt wieder zurück nach Seewen? Logisch, übern Buckel.
Ziemlich steil geht`s hoch zum Birschhübel, wo wir wieder auf die bekannte Strecke treffen. Hier ist das meiste geschafft, relativ flach geht`s zurück nach Seewen.
Jürgen
Touren in 2008
September 2008
Bike-Woche in Ehrwald


